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Susann Pásztor las am 1. Dezember in der Stadtbibliothek aus ihrem Roman „Von hier aus weiter“.
Nach dreißig Jahren Ehe ist Marlene plötzlich Witwe, doch statt zu trauern, ist sie vor allem wütend. Nach Rolfs Tod schleppt sich Marlene mithilfe von Beruhigungsmitteln durch ihren Alltag als Hinterbliebene und sieht als einzigen Ausweg ihren eigenen Suizid. Die Mitglieder ihrer angeheirateten Großfamilie wundern sich über ihr Verhalten, aber Marlene lässt niemanden an sich heran.
Erst als Klempner Jack, ihr ehemaliger Schüler, auftaucht und kurzerhand bei ihr einzieht, kommt Bewegung in ihr Leben: Jack entpuppt sich nicht nur als fantastischer Koch, sondern auch als einfühlsamer und aufmerksamer Mitbewohner. Aber warum Marlene nicht trauert, sondern vor allem wütend ist, kann auch er nicht begreifen. Während sich zwischen Jack und Marlenes Hausärztin Ida eine Liebe anbahnt, taucht bei Marlenes Freundin Wally in Wien ein Brief von Rolf auf, der möglichweise die Antwort auf alle offenen Fragen enthält. Gemeinsam mit Jack und Ida macht Marlene sich auf eine Reise, die völlig anders verläuft als erwartet.
Susann Pásztors Roman erzählt mit feinem Witz und berührender Tiefe eine große Geschichte von einer Frau, die sich und ihr Leben neu erfinden muss.
Es war seine sehr lebendige, schöne und durchaus heitere Lesung mit Susann Pásztor zu ihrem klugen, sehr lebensbejahenden Roman. Wir hätten ihr noch sehr viel länger zuhören können. Frau Pásztor ist nicht nur großartige Autorin, sie ist auch eine begnadete Vorleserin. Es wird also bestimmt in naher Zukunft ein Wiedersehen geben, auf das wir uns schon jetzt sehr freuen.
Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen wunderschönen Abend!
